(Jan Gutzeit)

NO-Messung

NO (Stickstoffmonoxid) ist ein wichtiger Botenstoff, der an verschiedenen Stellen des Körpers gebildet wird. In den Atemwegen wird NO dabei von den Zellen der Atemwegsschleimhaut produziert. Beim Asthma kommen bestimmte Entzündungszellen (eosinophile Granulozyten) vermehrt in den Atemwegen vor. Das Ausmaß der „asthmatischen Entzündung“ in den Atemwegen spiegelt sich sehr gut in der Höhe des in der Ausatemluft gemessenen NOs wieder.

Die einfache, den Patienten nicht belastende Untersuchung wird ensprechend internationaler Empfehlungen zunehmend als zusätzlicher Diagnostik- und Verlaufsparameter eingesetzt.

Warum NO-Messung?

Diagnosestellung:

Erhöhte NO-Werte unterstützen die Diagnose eines allergischen Asthma bronchiale. Das Asthma kann somit besser von anderen Lungen- und Bronchialerkrankungen wie z. B. der Bronchitis abgegrenzt werden.

Erhöhte NO-Werte können bereits vor dem Auftreten von Beschwerden oder Lungenfunktionsänderungen auf ein sich entwickelndes Asthma hinweisen.

Therapiesteuerung:

Erhöhte NO-Werte weisen auf eine eosinophile Entzündung der Atemwege hin, die in aller Regel gut mit einer antientzündlichen Therapie mit inhalativen Kortikoiden behandelbar ist. Unter dieser Therapie kommt es zum Abfall des NO-Wertes. NO-Verlaufskontrollen geben somit wertvolle Hinweise, ob eine antientzündliche Therapie ausreichend ist, intensiviert werden muss oder reduziert werden kann. Durch regelmäßige NO-Kontrollen lassen sich meist inhalative Kortikoide einsparen.

Risikoabschätzung:

Nach Beendigung einer inhalativen Kortikoidtherapie zeigt ein wieder erhöhter NO-Wert das Risiko für eine erneute Asthmaverschlechterung an.

Kosten:

Die Privatkrankenkassen übernehmen die Kosten. Für gesetzlich versicherte Patienten bieten wir die Untersuchung für 20 Euro an.